Bildungsverständnis

Wir wollen einen Raum schaffen, in dem Menschen die Welt um sich, und ihre Positionierung in derselben kritisch reflektieren, aber auch, sich als handelnde Subjekte zu begreifen.

Lernen ist hierbei für uns ein sozialer und interaktiver Prozess, in den wir als Leitende mit einbezogen sind. Er findet auf der mentalen, aber auch auf der emtionalen und körperlichen Ebene statt.

Bildung ist für uns immer politisch, auch wenn sie vorgibt neutral zu sein. Denn sie ist immer eingebunden in eine Gesellschaft und Institutionen, die Ungleichheiten und Machtverhältnisse produzieren und reproduzieren. 

Wichtig ist uns in der politischen Bildungsarbeit das Transformative, die Kritik an den bestehenden Verhältnissen und ihre Veränderung. Wir laden die Teilnehmer*innen unserer Workshops ein, sich unsere systemwandlerische Brille aufzusetzen. Indem wir unsere politischen Standpunkte und Vorannahmen sichtbar machen, sorgen wir für Transparenz. Zugleich ermuntern wir die Teilnehmer*innen dazu, selbst Stellung zu beziehen, sich nicht überzeugen zu lassen, sondern kritisch zu bleiben und eigene Gedanken zu formulieren.

Das bedeutet, dass wir Widersprüche und Konflikte zulassen, und auch nicht immer bemüht sind, die eine “richtige” Lösung zu finden. Daher ist die Bewertung der Leistung der Teilnehmer*innen während unserer Workshops nicht zielführend und nicht erwünscht.

Uns ist eine machtkritische und diskriminierungssensible Perspektive wichtig, sowohl in Bezug auf die behandelten Themen, als auch innerhalb des Lernraumes. Wir bilden uns in diesem Bereich fort.